Handy Akku richtig laden – so verlängern Sie Lebens­dauer und Lauf­zeit

Handy-Bildschirm

Schon erlebt? Der Fahr­karten­kontrol­leur ist im An­marsch, Sie kramen nach dem Smart­phone mit dem Handy­ticket und: Mist, Akku schon wieder alle! Wie immer passiert es ungelegen, aber irgend­wann (die Anzahl von Lade­zyklen bis dahin ist schwer abzu­schätzen) rechnet man schon damit. Die durch­schnitt­liche Handy-Akku-Lebens­dauer liegt bei etwa zwei Jahren. Aber muss man sich damit abfin­den? Nein, denn Sie können einiges tun, damit Ihr neues Smart­phone ein paar Monate länger durchhält:

Neues Handy zum ersten Mal auf­laden – was ist richtig?

Haben Sie auch schon mal gehört, dass man beim ersten Mal mehrere Stunden laden soll, um den „Memory“-Effekt zu vermeiden? Selbst in Internet-Foren liest man das. Vergessen Sie’s: Diese Methode funktio­nierte bei den früheren Handys mit Nickel-Cadmium-Akkus – bei heuti­gen Lithium-Ionen-Akkus ist sie eher schäd­lich. Richtig ist also: laden, wie es passt. Übrigens: Die Akku­lauf­zeit beim ersten Laden verlän­gert sich auch nicht, indem Sie den Akku einmal voll­ständig entladen. Im Gegen­teil: Das belastet die Zelle nur un­nötig.

Handy Akku gezielt laden, nicht dauer­haft

Smartphone am Ladekabel

Laden Sie Ihr Handy Akku auch immer über Nacht, weil es so schön bequem ist? Man hängt das Handy Akku vorm Zubett­gehen ans Netz und wacht morgens mit 100 Prozent auf. Super? Nein! Auf­grund ihres chemischen Auf­baus ist eine Lithium-Ionen-Zelle, die in fast allen heutigen Smart­phones verbaut ist, bei einem Lade­stand zwischen 50 und 70 Prozent am stabilsten. Wenn Sie möglichst lange etwas von Ihrem neuen Smart­phone haben wollen, sollten Sie also vermei­den, dass sich der Akku zu stark entlädt oder zu voll aufge­laden ist.
 

Falsch ist es auch, jede Möglich­keit zu nutzen, um das Handy aufzu­laden. Ein längerer Lade­zyklus ist für das Handy Akku besser, als wenn Sie es ein Dutzend Mal hinter­einan­der aufladen. Denn jeder einzelne Lade­zyklus belastet den Lithium-Ionen-Akku.

Wie lade ich das Handy Akku richtig - schnell oder langsam?

Viele neue Handys sind mit einer Schnell­lade­funktion ausge­stattet. Geworben wird zum Beispiel mit 50 oder 70 Prozent Akku-Stand nach den ersten 30 Minuten, das Handy ist dann voll betriebs­bereit. Dass die Batterie-Anzeige immer noch Luft nach oben hat, verlän­gert dann sogar die Lebens­dauer Ihres Akkus.


Ihr Smart­phone hat keine Fast-Charging-Funktion? Dann schalten Sie zum schnellen Laden das Handy Akkus das Handy am besten aus. Denn es lädt schneller auf, wenn im Hinter­grund keine Prozesse laufen, die Strom verbrauchen. Außer­dem schonen Sie Ihr Handy, wenn es mal Pause hat.

Hitze und Kälte mag der Handy Akku nicht

Der Akku Ihres Smart­phones mag es weder heiß noch kalt: Ideal sind Tempera­turen zwischen 5 und 25 Grad. Extreme Sonnen­ein­strahlung kann dazu führen, dass das Gerät überhitzt und sich aus­schaltet. Im schlech­testen Fall wird sogar das Innen­leben des Akkus zerstört. Bei Tempera­turen unter null Grad geht die Leistung Ihres Akkus in den Keller. Stecken Sie Ihr Handy im Winter am besten in die Jacken­innen­tasche – und im Sommer tragen Sie es in der Hand­tasche oder im Ruck­sack.

Strom sparen verlän­gert die Akku-Lebens­dauer

Schalten Sie öfter mal den Strom­spar­modus (zu finden in den Handy-Einstel­lungen) ein! Neben­bei verhindern Sie so strom­zehrende Down­loads im Hinter­grund.
 

Welche Tipps gibt’s da noch? Die Hellig­keit des Dis­plays herunter­regeln, dafür sorgen, dass es sich auto­matisch nach 30 Sekun­den selbst aus­schaltet oder die Laut­stärke Ihres Smart­phones verrin­gern. Schalten Sie den Vibrations­alarm aus. Alles zusam­men verlän­gert die Akku­lauf­zeit um viele Minuten.
 

Ein Akku-Rat, den viele Smart­phone-Hersteller sogar selbst geben: Nutzen Sie Ihren Sprach­assis­tenten selten oder de­akti­vieren Sie Siri & Co. am besten ganz. Denn die fres­sen viel Energie, sobald Sie mit ihnen sprechen.

Akku-Lebens­zeit verlängern – was kann man noch tun?

Wissen Sie, welche Ihrer Apps die größten Strom­fresser sind? Über die Einstel­lungen Ihres Smart­phones können Sie das nach­sehen, Apps mit sehr hohem Ver­brauch sollte man besser gleich de­instal­lieren. Die Akku­lauf­zeit ver­längert sich übrigens nicht, wenn man Apps voll­ständig schließt. Denn beim Neuöffnen verbrauchen sie mehr Power als eine nicht-beendete App.

Klar möchte man stets aktuell über Wetter und News infor­miert werden, diese Aktivi­täten fressen aber gehörig Akku-Kapa­zität. Die Hinter­grund-Aktuali­sierung bei einigen Apps also einfach aus­schalten. Das gilt im Übrigen auch für Ihre mobilen Daten. Die perma­nente Synchro­nisation frisst viel Strom. Vor allem, wenn Sie mehrere E-Mail-Konten benutzen und viele E-Mails empfangen. Setzen Sie das Abruf-Intervall auf manuell oder mehrere Stunden – dem Akku tut es gut.

 

Kann man ein Handy-Akku aus­wechseln?

Früher konnte man das Handy-Akku noch selbst wechseln, heute muss ein Fach­betrieb ran: Das Gehäuse lässt sich oft nur mit Spezial­werk­zeug öffnen und wieder schließen. Je nach Gerät und Anbieter liegen die Kosten für den Akku­tausch mit Original­ersatz­teilen bei rund 50 bis 100 Euro.

Die 5 wichtigsten Akku-Tipps:

1. Ladestände zwischen 30 % und 80 % halten.
2. Extremer Hitze und Kälte vermeiden.
3. Smartphone nicht über Nacht laden, sondern gezielt tags­über oder abends laden.
4. Häufiges kurzes und zu langes Auf­laden mög­lichst ver­meiden.
5. Bei günstigen Lade­geräten auf CE-Sicher­heits­zertifikat achten.

Frau am Smartphone, das lädt

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