Energie­­markt­lage

Das sind die Ent­wick­­lungen

Die Lage auf dem Energie­markt ist immer noch extrem ange­spannt und eine weitere Verschlech­terung der Situation kann nicht ausge­schlossen werden. Die Beschaffungs­preise auf den Energie­märkten haben sich vervielf­acht. Aber: Die Gasver­sorgung in Deutsch­land ist im Moment stabil und die Versor­gungs­sicher­heit gewähr­leistet. Die bislang milden Tempera­turen und die Ein­sparungen von Industrie und Haus­halten beim Gasver­brauch haben dazu geführt, dass die Gas­speicher am 15.11.2022 zu 100 % gefüllt waren. Trotz­dem bleibt es uner­lässlich, sparsam mit Energie umzugehen.

Allge­meine Fragen zum Energie­markt

Woher kommt das Erdgas, mit dem wir versorgt werden?

Die Vertriebe des Gelsen­wasser-Konzerns und der Partner­gesell­schaften vers­orgen ihre Kunden über den jeweiligen Netzbe­treiber mit einem Gas­gemisch aus verschie­denen Herkunfts­ländern, mit einem Schwer­punkt aus norwe­gischen und nieder­ländischen Quellen. 

Die GELSEN­WASSER-Energie­netze GmbH als Netzbe­treiberin leitet das Gas derjenigen Lieferanten durch ihr Netz, die sich die Ver­braucher*innen ausge­sucht haben.

Ist die Gasver­sorgung weiter­hin gesichert?

Derzeit ist die Versor­gung mit Erdgas gesichert. Die Situation kann sich aufgrund der Russland-Krise im Zusammen­hang mit dem Angriffs­krieg Russlands in der Ukraine zwar verschlech­tern. Da die Gasspeicher momentan (Stand: 17.11.2022) vollständig gefüllt sind, ist eine Mangellage aber unwahrscheinlich.

Das Bundes­ministerium für Wirt­schaft und Klima­schutz (BMWK) hatte nach der For­derung Russlands, Energie­lieferungen in Rubel zu bezahlen, am 30.03.2022 die erste Stufe (Früh­warn­stufe) des Notfall­plans Gas ausgerufen.

Die zweite Stufe (Alarm­stufe) wurde am 23.06.2022 aktiviert. Die Aus­rufung der Alarm­stufe begründete Bundes­wirtschafts­minister Robert Habeck unter anderem mit der Ver­ringerung der Gas­lieferungen aus Russland durch die Ost­see-Pipeline Nord Stream 1. 

Was passiert, wenn doch ein Gas­mangel entsteht?

Im Fall eines Gas­mangels wird die dritte Stufe (Notfall­stufe) des Notfall­plans Gas ausge­rufen. Dann gibt es eine viel­schichtige Vorgehens­weise, die in ver­schiedenen Gesetzen und Verord­nungen geregelt ist. Wir haben in Europa Sicherungs­mechanismen, die in einer Eng­pass­situation greifen. Die Ab­schaltung einzelner Kunden ist in dieser Sicher­heits­kette das aller­letzte Glied.
Haushalts­kunden und Einrich­tungen wie z. B. Kranken­häuser und Pflege­heime sind durch gesetz­liche Bestimmungen besonders geschützt.
Sollten bei lang­fristigen, sehr umfang­reichen Liefer­ausfällen weitere Ein­schränkungen notwendig sein, ent­scheiden die Netzbe­treiber, nach den dann geltenden politischen Vor­gaben, wie die zur Verfügung stehende Menge verteilt wird.

Ich bin Gewerbe­kunde – was kann mir bei einer Gas­mangel­lage passieren?

Sollte die Bundes­regierung die dritte Stufe (Notfall­stufe) des Gas-Notfall­plans aus­rufen und so eine Gas­mangel­lage vor­liegen, kann es sein, dass einzelne Industrie- und Gewerbe­unter­nehmen abge­schaltet werden. Die Reihen­folge richtet sich nach gesetz­lichen Vorgaben, z.B. dem Energie­wirtschafts­gesetz (EnWG), sowie An­weisungen der Bundes­netzagentur (BNetzA), die als Bundes­last­verteiler im Auftrag des Bundes­ministeriums für Wirtschaft und Klima­schutz (BMWK) handelt. 

Informationen dazu erhalten betroffene Kund*innen vom jeweiligen Netz­betreiber. 

Wichtig: Das Vertrags­verhältnis bleibt weiter bestehen. Zahlungen können für die Dauer der Unter­brechung pausiert werden. Soweit möglich sollte Erd­gas dann durch andere Energien ersetzt werden, da es in der Regel keine An­gaben zur Dauer der Versorgungs­unter­brechung gibt. 

Bei Wieder­inbetrieb­nahmen abge­schalteter Erdgas­geräte können vorher technische Über­prüfungen not­wendig sein. Dazu wird der Netz­betreiber informieren.  

Ist die Strom­versorgung gesichert?

Die deutsche Energie­versorgung zählt zu den sichersten weltweit. Eng­pässe in der deutschen Strom­erzeugung gibt es momentan nicht. Die Kraft­werke pro­duzieren plan- und bedarfs­gerecht. 

Die Betreiber kritischer Infras­trukturen müssen kontinuierlich sehr hohe regulatorische Sicherheits­anforderungen umsetzen und nach­weisen (u.a. für Energie­versorgungs­netze und für Energie­anlagen). Zudem bestehen Melde­pflichten bei IT-Sicherheits­vorfällen gegenüber dem Bundes­amt für Sicher­heit in der Informations­technik. Die Einhaltung dieser An­forderungen wird von der Bundes­netz­agentur sowie dem Bundes­amt für Sicher­heit in der Informations­technik über­wacht. Die Anforderungen werden bei Bedarf aktualisiert oder erweitert. Die in Deutschland für den Sektor Energie geltenden Anforderungen gehen weit über die ver­pflichtenden Mindest­anforderungen der Europäischen Cyber­sicherheits­richtlinie hinaus.  

Warum kann man der­zeit keinen Energie­vertrag bei uns ab­schließen?

Die benötigten Mengen für Bestands­kunden sind aufgrund von Erfahrungs­werten bekannt und konnten geplant werden. Nicht jedoch der zusätz­liche Bedarf (dieser ist in einem sehr kalten Winter etwa viel höher). Der­zeit funk­tioniert die Energie­börse in Leipzig (EEX = European Energy Exchange) nicht wie gewohnt, da es zu wenig Energie­ange­bote am Markt gibt. In der Folge steigen die Preise in unge­wohnte Höhen, zudem gibt es extreme Schwan­kungen. Neue Kunden könnten wir nur zu sehr hohen Tages­preisen versorgen – das können und wollen wir nicht anbieten.

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