Ent­las­tungen für Energie­kunden

Alles zu beschlos­senen und ge­planten Maß­nahmen

Die Bundesregierung sieht vielfältige Maßnahmen vor, um Bürger*innen bei den Energiekosten zu entlasten. Hier informieren wir Sie umfassend über die Maßnahmen.

Preisbremsen

Hier über die Gas-, Strom- und Wärmepreisbremse informieren.

Sofort­hilfe Dezember

Infos zum Weg­fall des Dezember-Ab­schlags.

Preis­entwick­lung

Aktuelles zur Preis­entwick­lung und ihren Auswir­kungen.

Senkung der Mehr­wert­steuer

Erfahren Sie mehr über die MwSt-Sen­kung auf 7 %.

Energie­preis­bremsen: Alle Infor­mationen zu den Preis­deckeln auf Erdgas, Wärme und Strom

Wer hat Anspruch auf die Preis­bremsen für Erdgas, Wärme und Strom?

Mit den Preisbremsen für Erdgas, Wärme und Strom möchte die Bundesregierung Letzt­verbraucher in 2023 und gege­benen­falls bis April 2024 spürbar von den stark gestie­genen Energie­kosten entlasten. Verein­facht gesprochen funktio­nieren die Preis­bremsen so: Für einen fest­gelegten Anteil des Verbrauchs über­nimmt der Staat den Teil des Arbeits­preises, der über dem jewei­ligen Preisdeckel liegt. Für den darüber hinaus­gehenden Verbrauch bezahlt man den mit seinem Versorger vertrag­lich verein­barten Arbeits­preis.

Wichtig dabei: Jeder – egal ob kleiner oder großer Gasver­braucher – profitiert vom Energie­sparen. Denn je weniger man verbraucht, desto kleiner ist der Anteil, der über der staatlich festge­legten Preis­bremse liegt und desto weniger muss man zahlen. Es lohnt sich also, mit dem Ver­brauch inner­halb des Rahmens der Preis­bremse zu bleiben.

Erd­gas: Wie funktio­niert die Gaspreisbremse für Privat­haushalte sowie kleine und mittlere Unter­nehmen mit einem Verbrauch unter 1,5 Mio. kWh pro Jahr?

Für private Haushalte, kleine und mittlere Unternehmen sowie Vereine, die Wohnungswirtschaft, Reha-Einrichtungen etc. wird der Gaspreis bei 12 Cent pro Kilowattstunde (brutto) gedeckelt. Dieser Preis gilt für 80 % des im September 2022 prognostizierten Jahresverbrauchs. Für den restlichen Verbrauch muss der höhere, vertraglich festgelegte Arbeitspreis gezahlt werden. Die Gaspreisbremse federt so die stark gestiegenen Kosten für Erdgas ab – vor allem, wenn man es schafft, innerhalb der 80 % des prognostizierten Verbrauchs zu bleiben.

Klingt kompliziert? Wir erklären es an einem Beispiel:

  1. Im September wurde für Kunde X ein Jahresverbrauch von 14.850 kWh prognostiziert. Nehmen wir mal an, der Gas-Arbeitspreis ab Januar 2023 beträgt 20 ct/kWh (brutto).
  2. Für 11.880 kWh (also 80 Prozent) des prognostizierten Jahresverbrauchs muss der Kunde dann 12 ct/kWh bezahlen (die Differenz zum vertraglich vereinbarten Preis übernimmt der Bund), für die restlichen 2.970 kWh die vertraglich vereinbarten 20 ct/kWh.
  3. Bei 11 Abschlägen (gerundete Werte) und ohne die Grundkosten zu berücksichtigen, ergibt sich:
  • Beispielhafter monatlicher Gasverbrauch:       14.850 kWh/11 Monate = 1.350 kWh
  • 80 % des monatlichen Gasverbrauchs:             1.350 kWh x 0,8 = 1.080 kWh
  • 20 % des monatlichen Gasverbrauchs:             1.350 kWh x 0,2 = 270 kWh

 

 

Rechnung

Monatlicher Arbeitspreis ohne Gaspreisbremse

270 Euro

1.350 kWh x 20 ct/kWh

Monatlicher Arbeitspreis mit Gaspreisbremse

184 Euro

1.080 kWh x 12 ct/kWh +
270 kWh x 20 ct/kWh

Monatlicher Arbeitspreisbei zusätzlich 20 % Gasverbrauchs-Einsparung

130 Euro

1.080 kWh x 12 ct/kWh

Übrigens: Wer mehr als 20 % Energie einspart, profitiert zusätzlich. Denn man bekommt den sogenannten Entlastungsbetrag, also die rechnerische Differenz zwischen Vertragspreis und Preisdeckel (im Beispiel 8 ct/kWh) für die prognostizierten 80 % Verbrauch, immer vollständig gutgeschrieben. Sparen lohnt sich also!

Haushaltskunden profitieren zudem weiterhin von der Mehrwertsteuersenkung bei Erdgas auf 7 % (sowohl beim Grundpreis als auch beim Arbeitspreis). Da es sich bei der Beispielrechnung um Bruttopreise handelt, ist die Mehrwertsteuer bereits enthalten.

Wie profitieren Kunden von der Gaspreisbremse?

Von den Entlastungen profitieren Sie automatisch: Alle Kund*innen werden Ende Februar persönlich informiert, wie sich die Preisbremse für sie auswirkt und wie sich ggf. ihr Abschlagsplan ändert. Dann erklären wir auch, wie die rückwirkende Preisbremse für Januar und Februar 2023 berechnet wird. Wichtig: Der Ihnen bekannte Januar- und Februar-Abschlag ist zunächst in voller Höhe (ohne Wirkung der Gaspreisbremse) zu zahlen. Wir garantieren Ihnen, dass wir die Preisbremse im Sinne des Gesetzes umsetzen.

Mieter erhalten Ihre Entlastung über ihren Vermieter. Dieser kann sie über reduzierte Nebenkostenvorauszahlungen oder mit der jährlichen Heizkostenabrechnung weitergeben.

Das sollte man noch wissen: Steuerpflichtige, die den Solidaritätszuschlag zahlen müssen, sind verpflichtet, die erhaltenen Entlastungen aus der Gaspreisbremse in der Einkommensteuererklärung als geldwerten Vorteil anzugeben. Dies betrifft also höhere und hohe Einkommen - bei Alleinstehenden liegt die Grenze bei rund 75.000 Euro Jahreseinkommen. Die Dezember-Soforthilfe ist laut Beschluss der Bundesregierung davon nicht betroffen.

Erdgas: Wie funktioniert die Preisbremse für Erdgaskunden (RLM-Kunden) ab 1,5 Millionen kWh Verbrauch?

Auch die von den hohen Preisen betroffene Industrie soll durch eine befristete Gaspreisbremse profitieren, um Produktion und Beschäftigung zu sichern. Hier wird ab Januar 2023 der Netto-Arbeitspreis für die Kilowattstunde auf 7 Cent (reiner Energiepreis ohne Netzentgelte, Steuern und Abgaben) gedeckelt – für 70 % des Gas-Verbrauchs der vom Netzbetreiber ermittelten Menge 2021. Für den übrigen Verbrauch zahlen die Unternehmen den mit dem Versorger vereinbarten Arbeitspreis. Diese Regelung gilt auch für Krankenhäuser.

Für Krankenhäuser und stationäre Pflegeeinrichtungen gibt es zudem Hilfsfonds, um die flächendeckende Versorgung sicherzustellen. Denn sie sind nicht oder nur sehr begrenzt in der Lage, Einsparungen bei den Energiekosten zu realisieren.

Wärme: Wie funktioniert die Wärmepreisbremse?

Für Kunden mit einem Wärmeverbrauch bis zu 1,5 Mio. kWh pro Jahr sowie – unabhängig vom Verbrauch – für Vermieter von Wohnraum und zugelassene Pflege-, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, wird der Wärmepreis bei 9,5 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt. Dieser niedrigere Preis gilt für 80 % des im September 2022 prognostizierten Jahresverbrauchs. Für den restlichen Verbrauch muss der normale Vertragspreis gezahlt werden. Deshalb lohnt sich Energiesparen auch weiterhin. Die Entlastung tritt im März 2023 in Kraft und wird auch rückwirkend auf die Monate Januar und Februar 2023 angewendet.

Klingt kompliziert? Wir erklären es an einem Beispiel:

  1. Im September wurde für Kunde X ein Jahresverbrauch von 8.000 kWh prognostiziert. Nehmen wir mal an, der Wärme-Arbeitspreis ab Januar beträgt 26 ct/kWh (brutto).
  2. Für 6.400 kWh (also 80 %) des Jahresverbrauchs muss der Kunde dann 9,5 ct/kWh bezahlen (die Differenz zum vertraglich vereinbarten Preis übernimmt der Bund), für die restlichen 1.600 kWh zahlt er 26 ct/kWh.
  3. Daraus ergibt sich folgendes Bild der monatlichen Kosten bezogen auf den Arbeitspreis (Grundkosten nicht berücksichtigt):
  • Beispielhafter monatlicher Wärmeverbrauch:     8.000 kWh/12 Monate = 667 kWh
  • 80 % des monatlichen Wärmeverbrauchs:        667 kWh x 0,8 = 534 kWh
  • 20 % des monatlichen Wärmeverbrauchs:        667 kWh x 0,2 = 133 kWh

 

 

Rechnung

Monatlicher Arbeitspreis ohne Wärmepreisbremse

173 Euro

667 kWh x 26 ct/kWh

Monatlicher Arbeitspreis mit Wärmepreisbremse

85 Euro

534 kWh x 9,5 ct/kWh +
133 kWh x 26 ct/kWh

Monatlicher Arbeitspreisbei zusätzlich 20 % Gasverbrauchs-Einsparung

51 Euro

534 kWh x 9,5 ct/kWh

Übrigens: Wer mehr als 20 % Energie einspart, profitiert zusätzlich. Denn man bekommt den sogenannten Entlastungsbetrag, also die rechnerische Differenz zwischen Vertragspreis und Preisdeckel für die prognostizierten 80 % Verbrauch, immer vollständig gutgeschrieben. Sparen lohnt sich also!

Haushaltskunden profitieren zudem weiterhin von der Mehrwertsteuersenkung bei Wärme auf 7°% (sowohl beim Grundpreis als auch beim Arbeitspreis). Da es sich bei der Beispielrechnung um Bruttopreise handelt, ist die Mehrwertsteuer bereits enthalten.

Für Kunden, deren jährlicher Wärmebedarf 1,5 Mio. kWh übersteigt sowie zugelassene Krankenhäuser und Kunden mit dampfbasierter Wärme gilt ein Preisdeckel von 7,5 ct pro Kilowattstunde (exklusiv Messentgelte, staatlich veranlasster Preisbestandteile und Umsatzsteuer) für 70 % ihres für das Jahr 2021 festgestellten Jahresverbrauchs. Für den übrigen Verbrauch wird der vertraglich vereinbarte Wärme-Arbeitspreis fällig.

Wie profitieren Wärmekunden von der Wärmepreisbremse?

Von den Entlastungen profitieren Sie automatisch: Alle Kund*innen werden Ende Februar persönlich informiert, wie sich die Preisbremse für sie auswirkt und wie sich ggf. ihr Abschlagsplan ändert. Dann erklären wir auch, wie die rückwirkende Preisbremse für Januar und Februar 2023 berechnet wird. Wichtig: Der Ihnen bekannte Januar- und Februar-Abschlag ist zunächst in voller Höhe (ohne Wirkung der Gaspreisbremse) zu zahlen. Wir garantieren Ihnen, dass wir die Preisbremse im Sinne des Gesetzes umsetzen.

Mieter erhalten Ihre Entlastung über ihren Vermieter. Dieser kann sie über reduzierte Nebenkostenvorauszahlungen oder mit der jährlichen Heizkostenabrechnung weitergeben.

Das sollte man noch wissen: Steuerpflichtige, die den Solidaritätszuschlag zahlen müssen, sind verpflichtet, die erhaltenen Entlastungen aus der Gaspreisbremse in der Einkommensteuererklärung als geldwerten Vorteil anzugeben. Dies betrifft also höhere und hohe Einkommen - bei Alleinstehenden liegt die Grenze bei rund 75.000 Euro Jahreseinkommen. Die Dezember-Soforthilfe ist laut Beschluss der Bundesregierung davon nicht betroffen.

Ökostrom: Wie funktioniert die Strompreisbremse?

Auch die Strompreisbremse soll dazu beitragen, dass die Stromkosten insgesamt sinken. Sie sieht folgende Preisdeckel vor:

Für Letztverbraucher mit einem Verbrauch < 30.000 kWh pro Jahr:
40 ct/kWh (brutto) für den Basisbedarf von 80 % der aktuellen Jahresverbrauchsprognose. Der darüber liegende Verbrauch wird zum vertraglich festgelegten Arbeitspreis bezahlt.

Für Letztverbraucher mit einem Jahresverbrauch > 30.000 Kilowattstunden:
Für 70 % der aktuellen Jahresverbrauchsprognose (SLP-Kunden) bzw. 70 % der Ist-Menge 2021 (RLM-Kunden) liegt der Deckel bei 13 ct/kWh netto (reiner Energiepreis ohne Netzentgelte, Steuern und Abgaben).

Nur für den Verbrauch, der darüber hinausgeht, wird der vertraglich vereinbarte Arbeitspreis gezahlt.

Gute Nachricht: Unsere Ökostrompreise für Tarifkunden liegen unter dem Preisdeckel!

Hier werden die Abschläge also wie geplant eingezogen – und Sie wissen, dass Ihr Preis passt. Strom einsparen lohnt sich trotzdem – Sie merken diese Ersparnis spätestens bei der kommenden Jahresverbrauchsabrechnung.

Was ist, wenn ich zum Jahreswechsel umgezogen bin?

Für diesen Fall wird nicht Ihre eigene Vorjahresrechnung, sondern der bisherige Energieverbrauch der neuen Wohnung zugrunde gelegt.

Was ist, wenn ich im Laufe des Jahres den Energieversorger wechsle?

Dem neuen Lieferanten muss innerhalb von 6 Wochen das bisher gewährte Entlastungskontingent, der Referenzpreis und die Höhe der für den Abrechnungszeitraum gewährten Entlastungsbeträge zur Verfügung gestellt werden. Zudem darf der neue Lieferant erst dann Entlastungsbeträge gewähren, wenn der Letztverbraucher seinem neuen Lieferanten die Abrechnung des alten Lieferanten vorgelegt hat.

Sofort­hilfe Dezember: Alle Infor­mationen rund um die staat­liche Einmal­zahlung

Warum und für wen gibt es das Erdgas-Wärme-Sofort­hilfe­gesetz?

Der Bund hat das Erdgas-Wärme-Sofort­hilfe­gesetz (EWSG) beschlossen, um Verbraucher*innen schnell bei den hohen Kosten für Erd­gas und Wärme zu entlasten. Es ist am 19.11.2022 in Kraft getreten und über­brückt die Zeit bis zur Wir­kung der Gas- und Wärme­preis­bremse. Diese wird nach jetzigem Stand im März 2023 rück­wirkend ab Januar 2023 eingeführt.

Der Bund wird für Privat­haus­halte und kleinere Unter­nehmen (Jahres­verbrauch < 1,5 Mio. kWh), die Gas- oder Wärme­liefe­rungen be­ziehen, den Dezember-Ab­schlag über­nehmen und möchte sie damit bereits im Jahr 2022 ent­lasten. Wir garan­tieren Ihnen, dass wir die Sofort­hilfe im Sinne des Gesetzes an Sie weiter­geben.

Auch bestimmte Kunden mit regis­trieren­der Leistungs­messung und einem Jahres­verbrauch > 1,5 Mio. kWh haben An­spruch auf die Sofort­hilfe.

Noch ist das Gesetz nicht veröffent­licht, wir gehen aber davon aus, dass dies in den nächsten Tagen geschieht. Die Infor­mationen zur Sofort­hilfe stehen daher unter dem Vorbe­halt des Inkraft­tretens des Gesetzes.

Wer hat An­spruch auf die Dezember-Sofort­hilfe?
  • Privat­haus­halte
  • Kunden der Wohnungs­wirt­schaft, die Sofort­hilfe an die Mieter im Rahmen der Heiz­kosten­abrech­nung weiter­geben müssen
  • Kunden, die überwiegend Erdgas oder Wärme im Zusammenhang mit der Vermietung von Wohnraum oder als WEG im Sinne des Wohnungseigentümergesetzes beziehen 
  • Zuge­lassene Pflege, Vorsorge- oder Rehabi­litations­einrich­tungen sowie Kinder­tages­stätten und andere Ein­richtun­gen der Kinder- und Jugend­hilfe, Reha, Behin­derten­werk­stätten, Leistungs­erbringer der Ein­gliede­rungshilfe
  • staatlich (aner­kannte) Ein­richtun­gen der Bil­dung, Wissen­schaft und For­schung wie Schulen und Uni­versitäten
  • Bildungs­einrich­tungen der Selbst­verwal­tung der Wirt­schaft in der Rechts­form von Körper­schaften des öffent­lichen Rechts oder als einge­tragener Verein

Wichtig für RLM-Kunden: Sollte Ihr Jahresverbrauch im Zeitraum 01.11.2021 bis 31.10.2022 über 1,5 Mio. kWh liegen, und Sie zu einer der vorgenannten Kundengruppen gehören, teilen Sie uns dies bitte bis 31.12.2022 formlos mit.

Wie erhalten Erdgaskund*innen die Sofort­hilfe Dezember?

Wir nutzen die Möglich­keit, dass unsere Erdgaskund*innen den Dezember­abschlag erst gar nicht an uns zahlen. Wie geht das im Ein­zelnen?

SEPA-Last­schrift­einzug

Sie müssen sich um nichts kümmern: Der Dezember-Abschlag wird ein­malig nicht von Ihrem Konto abgebucht. Ab Januar ziehen wir den Ab­schlag wieder wie ge­wohnt ein.

Dauer­auftrag

Sie überweisen Ihren Abschlag per Dauer­auftrag? Dann können Sie ent­weder die Abschlags­zahlung wie gewohnt weiter­laufen lassen – die Sofort­hilfe wird dann in der nächsten Jahres­rech­nung ver­rechnet – oder Sie setzen im Dezem­ber Ihre Abschlags­zahlung aus. WICHTIG: Bitte denken Sie dann daran, die Abschlags­zah­lungen ab Januar wieder zu aktivieren.

Über­weisung (monat­lich)

Sie über­weisen Ihren Abschlag monat­lich selbst? Dann über­weisen Sie im Dezember 2022 ein­fach nicht. Den Januar­abschlag über­weisen Sie wieder wie gewohnt.
 

Gut zu wissen: Wir werden die Soforthilfe auf Ihrer nächsten Jahresrechnung deutlich ausweisen. Bitte beachten Sie, dass die Soforthilfe auf einem vom Gesetzgeber vorgegeben Berechnungsmodell beruht. Es kann also sein, dass die Höhe Ihres Abschlags und die Soforthilfe Dezember nicht übereinstimmen. Die Berechnungsformel gewährleistet aber, dass bei Erdgasbezug immer ein Zwölftel Ihrer tatsächlichen Energiekosten durch die Soforthilfe Dezember gedeckt sind. Die Soforthilfe wird in Ihrer Jahresrechnung automatisch verrechnet. Details zur Berechnung der Soforthilfe finden Sie weiter unten!

Sie haben versehent­lich den Dezember-Abschlag doch an uns über­wiesen? Kein Problem! Die Sofor­thilfe wird dann auto­matisch in Ihrer nächsten Jahres­rechnung berück­sichtigt. Eine sofortige Rück­zahlung durch uns ist leider nicht möglich.

Wie be­rechnet sich die Sofort­hilfe Dezember für Erdgas?

Im Sofort­hilfe­gesetz Gas und Wärme ist genau fest­gelegt, wie die Sofort­hilfe Dezember berech­net wird. Darum ent­spricht sie auch meist nicht genau dem Ab­schlag, den Sie im Dezember be­zahlen müssten.

So wird die Sofort­hilfe Dezember für Erdgas berechnet:

1/12 des im September für Sie prog­nosti­zierten Jahres­verbrauchs Gas x Brutto­arbeits­preis Gas im Dezember + 1/12 des Brutto­grund­preises.

Klingt kompli­ziert? Wir erklären es ganz ein­fach an einem Beispiel:

  1. Im September wurde für Kunde X ein Jahres­verbrauch von 24.000 kWh ange­nommen. 1/12 davon sind 2.000 kWh.
  2. Nehmen wir mal an, der Gas-Arbeits­preis im Dezember beträgt 10 ct/kWh (brutto)
  3. Nehmen wir ebenfalls an, der Grund­preis für ein Jahr beträgt 240 € (brutto), 1/12 davon sind 20 €.

Die Höhe der Sofort­hilfe Erdgas berechnet sich dann so:

1/12 des Grund­preises:20 €
10 ct/kWh*2.000 kWh:200 €
Bei­spiel-Sofort­hilfe Dezember 2022220 €

 

Gut zu wissen: Die Sofort­hilfe Dezember kann von der Höhe der monat­lichen Abschlags­zah­lungen ab­weichen. Warum ist das so? Die Sofort­hilfe beträgt 1/12 des Jahres­ver­brauchs – wir ziehen aber immer nur 11 oder manch­mal nur 10 Abschläge ein. Die Sofort­hilfe ist also wahr­scheinlich geringer als Ihr Dezember­abschlag.

Wie berechnet sich die Soforthilfe Dezember für Wärme?

Die staatliche Soforthilfe für Wärmekunden orientiert sich am monatlichen Abschlag für September 2022. Die Höhe der Soforthilfe Wärme ist dann der Septemberabschlag 2022 zuzüglich eines Aufschlags in Höhe von 20 %.

Wichtig zu wissen: Wurde für einen Kunden kein September-Abschlag vereinbart oder betrug der Septemberabschlag nicht 1/12 der voraussichtlichen Jahreskosten (dies ist der Fall, wenn der Kunde nicht 12, sondern weniger Abschläge im Jahr zahlt), ist 

  • entweder der monatliche Durchschnitt aus der Summe der Abschlagszahlungen des letzten Abrechnungszeitraums zu bilden
  • oder auf den Abschlag eines vergleichbaren Kunden abzustellen. 

Klingt kompliziert? Wir erklären es ganz einfach an einem Beispiel:
Sie haben für den letzten Abrechnungszeitraum, der 12 Liefermonate betraf, 11 Abschläge in Höhe von 168 € bezahlt. Der rechnerische September-Abschlag für Wärme ist damit: 
168 € x 11/12 = 154 €. 

Die Höhe der Soforthilfe Wärme berechnet sich dann so:

Errechneter Abschlag September:  154,00 €
20°% Aufschlag: 30,80 €
Beispiel-Soforthilfe Dezember 2022: 184,80 €

Die staat­liche Sofort­hilfe für Wärme­kunden wird von uns im Dezember an alle Wärme­kunden, deren Bank­ver­bindung uns vorliegt, überwiesen. Falls uns Ihre Bank­ver­bindung nicht vorliegt, erhalten Sie die Gut­schrift im Rahmen Ihrer Jahres­abrechnung.

 

Bitte beachten Sie: Für die Beantragung Ihrer Soforthilfe Wärme sind wir verpflichtet, folgende Informationen an die zuständige Prüfstelle zu übermitteln:

  • Ihre Postanschrift
  • Ihre E-Mail-Adresse oder Telefonnummer (nur, wenn uns diese vorliegen)
  • die Höhe Ihres September-Abschlags
  • Ihren Wärmeverbrauch aus dem letzten Abrechnungszeitraum. 
Wie erhalten Wärmekund*innen die Soforthilfe Dezember?

Die staatliche Soforthilfe für Wärmekunden wird von uns im Dezember an alle Wärmekunden, deren Bankverbindung uns vorliegt, überwiesen. Falls uns Ihre Bankverbindung nicht vorliegt, erhalten sie die Gutschrift im Rahmen Ihrer Jahresabrechnung.

Bitte beachten Sie, dass der Dezemberabschlag dennoch fällig ist. Das ist besonders wichtig für Kunden mit Dauerauftrag oder Kunden, die ihren Abschlag monatlich selbst an uns überweisen. Wenn Sie uns ein SEPA-Lastschriftmandat erteilt haben, buchen wir den Dezemberabschlag wie geplant ab.

Gut zu wissen: Wir werden die Soforthilfe auf Ihrer nächsten Jahresrechnung deutlich ausweisen. Bitte beachten Sie, dass die Soforthilfe auf einem vom Gesetzgeber vorgegeben Berechnungsmodell beruht. Bei Wärmebezug orientiert sich die Höhe der Soforthilfe am Monatsabschlag für den September 2022 zuzüglich 20 %. Details zur Berechnung der Soforthilfe finden Sie weiter unten!

Entspricht der prog­nosti­zierte Jahres­verbrauch meinem letzten tat­säch­lichen Ver­brauch?

Für die Soforthilfe Gas berück­sichtigen wir den im Sep­tember prog­nosti­zierten Jahres­verbrauch, um Kunden, die in den Winter­monaten 2022/2023 bereits Ener­gie einge­spart haben, nicht zu benach­teiligen. Inso­fern ist es wahr­scheinlich, dass dieser Jahres­ver­brauch nicht mit dem Ver­brauch in der Jahres­rechnung über­einstimmt.

Ist die Mehr­wert­steuer­senkung in der Sofort­hilfe berück­sichtigt?

Die Mehrwert­steuer­redu­zierung für Gas und Wärme von 19 auf 7 % gilt seit dem 01.10.2022. Da­mit ist sie in der Berech­nung der Höhe der Dezember-Entlastung berück­sichtigt.

Wie erhal­ten Mieter*innen ohne eigenen Gas- oder Wärme­vertrag die Sofort­hilfe?

Bei Mieter*innen, die ihr Gas oder ihre Wärme über den Ver­mieter beziehen, also keinen eigenen Gas- oder Wärme­liefervertrag abge­schlos­sen haben, sollen die Ver­mieter*innen die Sofort­hilfe weiter­geben – am besten bei der kom­men­den Betriebs­kosten­abrech­nung. Fragen dazu kann Ihnen am besten Ihr Ver­mieter beant­worten.

Ich nutze den Onlineservice. Dort wird seit Januar mein Dezemberabschlag nicht aufgeführt. Warum?

Da wir im Dezember keinen Abschlag eingezogen haben, wird dieser auch nicht aufgeführt. Dies brauchen Sie nicht beachten und wir werden es auch nicht anmahnen. Die genaue Verrechnung erfolgt wie gewohnt mit der Jahresrechnung 2023.

Muss ich trotz der Sofort­hilfe weiter­hin Gas und Wärme einsparen?

Ja, unbe­dingt! Ein hundert­prozen­tiger Aus­gleich der Belas­tungen wird ange­sichts der histo­rischen Dimen­sionen, in denen wir uns mit Blick auf die Energie­kosten beweg­en, leider nicht mög­lich sein. Wir werden uns also daran gewöh­nen müs­sen, dass Strom und Wärme in den kom­men­den Jahren teuer bleiben. Umso wich­tiger ist es, spar­sam mit Energie umzu­gehen.

Aktuelle Preisentwicklungen

Zwischenzeitlich hört man von sinkenden Gas­preisen an der Energie­börse. Deutet das auf eine Norma­lisierung der Gas­preise hin?

Man muss zwischen kurz­fristiger und lang­fristiger Gas­beschaffung unter­scheiden. Die sinken­den Preise, über die in den Medien be­richtet wurden, betreffen den soge­nannten Spot­markt. Hier handeln Ver­sorger für den kurz­fristigen Energie­bedarf der kom­menden Tage und Wochen, um Abweich­ungen von der Lang­frist­planung auszu­gleichen. Es können sowohl Über­mengen ver- als auch Minder­mengen nach­gekauft werden. Die sehr milde Witte­rung, gut gefüllte Speicher und Ein­sparungen von Industrie, Gewerbe und privaten Haus­halten führten im Herbst dazu, dass die kurz­fristige Nach­frage niedriger war, als in der Planung erwartet. Das wiede­rum ließ das Preis­niveau sinken. Bereits Mitte Novem­ber zog das Preis­niveau wieder an und wird voraus­sichtlich mit kälteren Tempe­raturen weiter steigen.

Im Sinne der Ver­sorgungs­sicherheit beschaffen Ver­sorger den Groß­teil der Energie aber voraus­schauend und lang­fristig. Nur so können wir unsere Kund*innen jeder­zeit sicher mit Energie be­liefern und Beschaf­fungs­risiken möglichst gering halten. Das hat es zu­dem ermög­licht, unsere Bestands­kund*innen auch in Krisen­zeiten zuver­lässig zu ver­sorgen und Neu­kund*innen in die Grund- oder Ersatz­versor­gung aufzu­nehmen. Anders als auf dem Spot­markt sind und waren die Markt­preise für die lang­fristige Beschaffung durch­gängig auf einem sehr hohen Niveau. Sie sind um ein Viel­faches höher als vor der Krise. Bei den Bürger*innen kom­men die Preis­steige­rungen erst seit etwa Mitte 2022 durch Preis­anpas­sungen an. Ob und wann sich die Lage wieder „norma­lisieren“ wird, kann im Moment leider keiner ab­schätzen.

Warum werden gerade die Preise für Gas und Strom erhöht?

Auch die Preise für Energie werden im Wesent­lichen durch Ange­bot und Nach­frage bestimmt und ent­wickeln sich sehr dynamisch. Der hohe Anstieg in jün­gerer Zeit begann bereits mit der über­raschend schnell „boomenden“ Welt­wirt­schaft nach dem Corona Lock­down. Damit einher ging eine erhöhte Nach­frage nach Energie. Allein dadurch stiegen die Beschaf­fungs­preise für Strom und Gas an den Energie­börsen bereits auf ein Rekord­niveau. Hinzu kam dann im Februar 2022 der russische Angriff auf die Ukraine mit den bekannten Folgen. Die Situation auf den Energie­märkten hat sich ent­sprech­end weiter ver­schärft. Auch im kommen­den Jahr 2023 müssen wir von weiterhin hohen Energie­preisen aus­gehen. Es ist uns nicht mög­lich, die steigenden Beschaf­fungs­preise aufzu­fangen, sodass auch die Preise unserer Kund*innen steigen. Wir hoffen sehr, dass die staat­lichen Maß­nahmen für eine gewisse Ent­lastung sorgen.

Sind andere An­bieter günstiger?

Aufgrund hoher Energie­preise fragen sich viele Ver­braucher*innen, ob sich nicht doch ein Wechsel des Versor­gers lohnt. Der Aus­nahme­zustand auf den inter­natio­nalen Energie­märkten führt dazu, dass mancher Strom- und Gasanbieter gar keine neuen Kunden mehr auf­nimmt oder nur zu eben­so hohen bzw. höheren Preisen. Nennens­werte Preisab­weichungen können auch einer Moment­auf­nahme geschuldet sein, wenn z.B. Preisan­passungen bei dem einen schon umge­setzt sind und bei dem anderen noch aus­stehen. Man sollte in jedem Fall ganz genau hin­schauen. Tarif­vergleichs­portale raten zur Zeit allge­mein von einem Wechsel ab. Neu­verträge seien häufig teurer. Niemand weiß, ob die Energie­preise in naher Zukunft sinken werden. Es ist gut möglich, dass sich die Preise für Strom und Gas auf dem der­zeitigen Niveau ein­pendeln und somit hoch bleiben.

Mehr­wert­steuer auf Erdgas auf 7 % gesenkt

Der Bundesrat hat einer Senkung der Mehr­wert­steuer auf Erdgas und Wärme­lieferung von 19 % auf 7 % zuge­stimmt. Sie gilt seit 1.10.2022 bis zum 31.03.2024. So werden Ver­braucher*innen zusätz­lich ent­lastet.

Als Kund*innen müssen Sie nichts tun! Alle Ände­rungen werden auto­matisch umgesetzt, die gesenkte Mehr­wert­steuer geben wir im Rahmen der Jahres­ver­brauchs­abrech­nung an Sie weiter.

Wegfall Gas­beschaf­fungs­umlage

Die zunächst vom Gesetz­geber vorge­sehene Gas­beschaf­fungs­umlage wird nun doch nicht einge­führt. Wir hatten unsere Kund*innen – wie viele andere An­bieter auch – auf dieser Basis jedoch bereits über eine Preis­anpas­sung zum 1.10.2022 infor­miert. Nach der Rück­nahme wird die Gas­beschaf­fungs­umlage nun natürlich nicht mehr in den Preisen weiter­berech­net. Alle weiteren mitge­teilten Preis­bestand­teile bleiben dagegen bestehen und sind von den politischen Maß­nahmen nicht betroffen.

Informa­tionen zur neu einge­führten Gas-Speicher­umlage sowie weiteren Umlagen finden Sie hier.

Weitere Infos

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